"Die Schneekönigin"

„Chemnitz Inside“ schreibt in der Ausgabe Winter 2014:
„(…) goldene Kutsche, blühende Rose, Rentier, Schneesturm – alles wird getanzt (neben den Mitgliedern der Company entzückt dabei der Nachwuchs der Opernballettschule). Angesichts der Vielzahl der Gestalten darf sich ein Großteil der Tänzer über Soli freuen – so kann ‚Die Schneekönigin‘ insbesondere als Ensembleleistung überzeugen, aus der in der Premiere Valerija Frank als unterkühlte Schneekönigin, Tarah Malaika Pfeiffer als Gerda und Mykola Kravets als Rabe herausstechen. (…)“

 

Der „Stadtstreicher“ schreibt in Ausgabe 12/2014:
„(…) Viel Beifall hat (…) die ‚Schneekönigin‘ auf der Opernbühne verdient. (…) Die Geschichte (…) ist sehr poetisch erzählt. Und (…) die Ausstattung nicht unschuldig daran. Stefan Weil lässt eine Landschaft entstehen, in der es einem mal das Herz erwärmt und kurz darauf die Glieder frieren, während Choreograf Reiner Feistel ganz zauberhafte Figuren erdenkt. Weich und doch so kämpferisch die Gerda, plump und doch so anschmiegsam das Räubermädchen, kantig und doch so einnehmend die Schneekönigin – nicht zu vergessen der König, dieser gierig-komische Kauz. So wird die abenteuerliche Suche nach Kai zu einer Reise durch die sagenhaftesten Landstriche und vorbei an den seltsamsten Wesen. Das macht schon wirklich Spaß und bekommt seinen besonderen Reiz durch die Robert-Schumann-Philharmonie, die unter Tom Bitterlich mitreißend beiträgt, dass die Inszenierung die Herzen erreicht.“ (Jenny Zichner)

 

Die „Freie Presse“ schreibt am 10.11.2014:
„In wunderbar getanzten Bildern hatte ‚Die Schneekönigin‘ Premiere (…) so tanzt Valerija Frank mit einer Leidenschaft und Präzision in ihrem funkelnden Kleid und den schneeweißen Eiszapfen-Haaren, dass man sich ihrem kalten Einfluss kaum erwehren kann. (…)
Während das Harfensolo Desenclos' der Schneekönigin musikalisch den roten Teppich bereitet, sind es die Klänge von Franz Schubert, die das Ballettstück dominieren. Und diese passen hervorragend. (…)
Das Bühnenbild von Stefan Wiel besteht eigentlich nur aus riesigen, beweglichen Blöcken. Doch diese zeigen sich in dem knapp zweistündigen Stück als extrem wandelbar und werden mittels Lichtprojektionen in Sekundenschnelle zu einer Stadt, dem Eispalast oder einem kalten Schneesturm. Ein Hingucker des Abends sind natürlich die Kinder der Opernballettschule. Ob sie als Schneeflocken über die Bühne wirbeln oder in Gardeuniformen in steifer Figur tanzen - die Knirpse haben den Niedlichkeitsfaktor und öffnen die Herzen.
Ein weiterer Höhepunkt ist das Spektakel im Räuberlager, für das Feistel musikalisch einen Schnitt wagt. Diese schrägen Typen tanzen zu Filmkompositionen von Gorán Bregovic.
(…) Was (…) in Chemnitz auf der Bühne geboten wurde, ist eine bekannte Geschichte in wunderschönen Bildern wortlos erzählt. Ein getanztes Winter- und Weihnachtsmärchen für die ganze Familie über die Macht der Liebe - deshalb gilt: unbedingt ansehen!“ (Grit Strietzel)


Die „Chemnitzer Morgenpost“ schreibt am 10.11.2014:
„(…) Die getanzte, gekullerte, gestreichelte Mädchenfreundschaft (…) (Paar des Abends: Tarah Malaika Pfeiffer als kecke Gerda und Isabel Dohmhardt als rappliges Räubermädchen) ist die schönste Szene in Reiner Feistels Märchenballett ‚Die Schneekönigin‘ (…). Weil – lustig, rührend, pädagogisch.
Jeder kennt das kühle Geschichtchen aus dem lappländischen Norden: Von Gerda und Kai (…), dem rettenden Kuss – ja, mit Liebe bringt man das tiefgekühlte Herz des Freundes zum Schmelzen. Auch das des Premierenpublikums (…). Warmherziger begeisterter Applaus.
Die Chemnitzer Oper läutet die Winter- und Weihnachtszeit ein. Ballettchef Feistel zaubert dazu eine für jedes Familienmitglied verständliche, vergnüglich-zipfelbemützte Choreografie, die mit einem Reigen aus Tanz, Pantomime, ja auch Schau-Spiel wohlig kurzweilig an den sicher bekannten russischen Märchenfilm erinnert. Leinwandreif lassen er und sein Ensemble die knabenklauende Tante, ewige Freundschaft und das Allheilmittel Liebe aufleben.
Durchweg schönes Ballett, da sind Florian Seipelt (Kai in der Kälte), Valerija Frank (mehr besessene als bedrohliche Schneekönigin), Nadja Nord (verwöhnte Prinzessin), Leonardo Fonseca (gespenstischer Kommerzienrat) und André Luiz Costa (ruppige Großmutter). Drollig hopsen Tanzmäuse der Opernballettschule. Der musikalische Chef Tom Bitterlich liefert abwechslungsreiche Töne (…).
Die Bühne von Stefan Wiel (auch Kostüme) ist der Hit: Große verschiebbare Papp-Eisberge, manchmal mit Gefunkel, auf die wahlweise Fenster, Berge, Bäume, Eis und auch ein heftig heulender Schneesturm projiziert werden. (…)“ (Ch. Hamann-Pönisch)
 

Das sagt der Förderverein der Theater Chemnitz