Domonkos Héja zum Generalmusikdirektor der Ungarischen Staatsoper ernannt

Domonkos Héja ist zum Generalmusikdirektor der Ungarischen Staatsoper in Budapest ernannt worden. Vor sechs Jahren hatte Héja die Stelle des 1. Kapellmeisters an der Chemnitzer Oper übernommen, eben erst war er aus einem Urlaubsjahr zurückgekehrt, in dem er an der Ungarischen Staatsoper ausgeholfen und ehrenamtlich dirigiert hat.“ Verdis „Rigoletto“ stand auf dem Programm, aber auch das 1861 uraufgeführte Historienepos „Bánk Bán“ von Ferenc Erkel. In der Spielzeit 2012 / 2013 soll das Werk in Los Angeles aufgeführt werden, wo es eine große ungarische Gemeinde gibt.


Zunächst aber absolviert Héja – bis auf wenige Einzeltermine – sein Programm in Chemnitz. Besonders freut er sich auf ein Stück, das den denkbar größten Kontrast zum historischen Epos darstellt: Im Dezember – dem Monat, in dem er 37 wird – übernimmt er die Musikalische Leitung bei der Deutschen Erstaufführung von Jonathan Doves „Swanhunter“. Während er an vielen zeitgenössischen Werken Publikumsfreundlichkeit und Wohlklang vermisst, weckt Doves moderne, aber hörbare Musik seinen Spaß am Dirigieren. Diesen Spaß findet Héja auch an dem Werk, dessen Musikalische Leitung er am Ende der Spielzeit übernimmt: Mit „Nabucco“ kehrt er dann zu Verdi zurück.