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Showcase

"Mavericks And Sheep"Tanzstück von Anthony Missen

Das Ballett Chemnitz öffnet mit der neuen Reihe Showcase die Türen zum Ballettsaal. In der intimen Atmosphäre des Probenraumes präsentiert das Ensemble Neukreationen internationaler Gastchoreografen. Nicht mehr durch den Orchestergraben oder die Distanz zum Bühnenraum getrennt, erleben Sie hier den Tanz ganz pur und hautnah. So ermöglicht sich eine neue, andere Wahrnehmung von Körpersprache und Bewegung. Den Auftakt gestaltet Anthony Missen, Künstlerischer Direktor und Mitbegründer der Company Chameleon aus der Chemnitzer Partnerstadt Manchester. Er war Mitglied mehrerer Tanzkompanien und arbeitete in vielen Ländern, darunter Südafrika, Trinidad, Marokko, Schweden, Spanien, Frankreich, Italien, Deutschland und Österreich. Gemeinsam mit seiner Company wird er von der internationalen Organisation British Council gefördert. Anthony Missens Choreografien zeichnet ein ganz eigener kraftvoller und ausdrucksstarker Bewegungsstil aus, mit dem er Archetypen, Geschichte und Geschichten lebendig werden lässt. Bereits 2016 war er mit seiner Choreografie Beauty Oft The Beast beim Internationalen Festival für zeitgenössischen Tanz zu Gast und beeindruckte die Zuschauer zutiefst. Mit dieser Zusammenarbeit erweitert das Ballett Chemnitz den kulturellen Austausch mit der Partnerstadt Manchester. Der zeitgenössische Tanz ist mit seinen vielen Facetten zu einem wesentlichen Bestandteil des kulturellen Lebens geworden und bietet Künstlern den Raum, sich den gesellschaftlichen wie politischen Veränderungen zu stellen. Über Ländergrenzen hinweg folgen Choreografen und Tänzer der Poesie der Bewegung. Ganz ohne Worte erzählen sie über ihre Wünsche, Träume, ihr Scheitern und Zerbrechen – Geschichten, die das Publikum berühren.
Sa
21.
Oktober
Ballett
19:00 Uhr

Der 16. Chemnitzer Opernball hat sein Motto

LA NUIT EN ROUGE am 10. Februar 2018

Jetzt ist das Motto des 16. Chemnitzer Opernballs am 10. Februar 2018 bekannt: LA NUIT EN ROUGE ist die Devise, unter der sich das Opernhaus in ein Belle-Epoque-Palais verwandeln wird. Die Einladungen sind heute in die Post gegangen - auch wenn wir zum heutigen Zeitpunkt keine Plätze mehr anbieten können. Denn der Chemnitzer Opernball ist inzwischen so beliebt, dass seine nächste Ausgabe bereits seit August ausreserviert ist. Sie haben aber die Möglichkeit, sich auf die Warteliste setzen zu lassen. Erfahrungsgemäß gibt es immer Stornierungen und ein Nachrücken ist nicht aussichtslos. Alles Nähere zu LA NUIT EN ROUGE finden Sie unter http://www.opernball-chemnitz.de/

Gründung eines Projektchores für "Chemnitz singt!"

Erste Probe am 20.10.2017, 17.00 Uhr - Interessenten bitte anmelden

Felix Bender

Tausende von Stimmen tauchen in die Welt der Musik ein: Die Theater Chemnitz, die C³ Chemnitzer Veranstaltungszentren und der Musikbund Chemnitz zusammen mit dem Sächsischen Chorverband laden am 21. Januar 2018, 15.00 Uhr zum großen Chorevent “Chemnitz singt!” in die Arena Chemnitz, Messehalle 1 ein und präsentieren damit gleichzeitig die Eröffnungsveranstaltung des Stadtjubiläums 875 Jahre Chemnitz.

Als musikalischer Gastgeber fungieren der Opernchor der Städtischen Theater Chemnitz, die Singakademie Chemnitz, der Chor der Technischen Universität und mehrere Kantoreien. Es erklingt ein Programm von der klassischen Chorliteratur bis hin zum modernen Unterhaltungssong sowie ein eigenes Kinderchorprogramm. Gestaltet wird der Tag von Chemnitzer Chören aller Altersgruppen sowie von weiteren Chören aus ganz Sachsen sowie aus Chemnitzer Partnerstädten. Begleitet werden die bereits mehr als 1.000 Sängerinnen und Sänger von der Robert-Schumann-Philharmonie unter der Leitung des stellvertretenden Generalmusikdirektors Felix Bender.

Eigens für diesen besonderen Anlass möchten die Theater Chemnitz einen Projektchor gründen, damit bei “Chemnitz singt!” auch diejenigen mitsingen können, die bisher noch keiner Chorformation angehören oder deren Chor nicht als Ganzes mitwirkt. Die erste Probe hierfür findet am Freitag, 20. Oktober 2017, 17.00 Uhr im Probenhaus der Theater Chemnitz (Wilhelm-Raabe-Straße 15, 09120 Chemnitz) unter Leitung des Chorleiters, Dirigenten und Pianisten Andreas Reuter statt. Alle weiteren Proben des Projektchores sind im Zweiwochenrhythmus geplant. Die Notenmaterialien erhalten alle Beteiligten bei der ersten Probe.

Interessenten für den Projektchor werden gebeten, sich ab sofort unter der E-Mail-Adresse chemnitzsingt@theater-chemnitz.de anzumelden.

„Choreografien voller Zuneigung“

Laudatio zur Verleihung des Sächsischen Tanzpreises an „Gesichter der Großstadt“

Der sächsische Tanzpreis 2017 wurde am 28. September in der Semperoper Dresden an die Produktion „Gesichter der Großstadt“ des Balletts Chemnitz verliehen (Choreografie: Reiner Feistel, Yiming Xu). Aus der Laudatio von Boris Gruhl:

„Der (…) Abend (…)ergründet die Tiefen menschlicher Einsamkeit mit Choreografien voller Zuneigung und einer breiten musikalischen Palette.(…)
Eine Auswahl von Bildern Edward Hoppers geben die Anregungen (…).
Während Rainer Feistel in den genial von Hans Winkler für die Bühne gestalteten Räumen Hoppers im Licht von Mathias Klemm mit ihren Szenen des einsamen Rückzuges der hier im seelischen und körperlichen Stillstand eingeschlossenen Menschen der Frage nachgeht, wie sie an jene Orte, in jene Situationen, gekommen sind und sie auch wieder verlassen könnten, löst Yiming Xu die räumlichen Begrenzungen auf und führt die Tänzerinnen und Tänzer aus den Situationen der Vereinzelung in die Anonymität einer Gruppe von Menschen.
Feistels Choreografien, in kammerspielartiger Sensibilität, sind von großer Zuneigung getragen, die sich aus Hoppers Bildern herleitet.
Die einsamen Menschen werden nicht bloß gestellt, Vergeblichkeiten misslingender Kommunikation nicht ausgestellt.
Ein Hauch von Sehnsucht durchzieht diese Szenen, wenn sich bei Versuchen minimaler Annäherungen zarte Visionen der Überwindung ihrer Einsamkeit erahnen lassen. Und welche Kunst könnte geeigneter sein, diese Momente menschlicher Sehnsucht, bewegender zu vermitteln als die des Tanzes mit ihren sinnlichen Korrespondenzen zum Raum, zum Licht, zum Klang, zur Stille.
Hoppers Menschen und Feistels Tänzerinnen und Tänzer können nicht zusammen kommen.
Zu sehr sind sie bei sich.
Auch wenn sie in wenigen Momenten zusammen tanzen, so tanzt doch jeder eigentlich für sich allein.
So wie diese kammerspielartigen Szenen ihre Kraft und Berührung aus der individuellen Präsenz der hervorragenden Tänzerinnen und Tänzer des Balletts der Theater Chemnitz beziehen, so auch bei gänzlich anderer choreografischer Gestaltung in den Szenen von Yiming Xu im jetzt von Hans Winkler großflächig geweiteten Raum mit zu Silhouetten gefügten Motiven der Bilder als Begrenzung am Bühnenhorizont.
Der Choreograf nimmt die Momente des Aufbruchs der Einzelnen von Rainer Feistel auf und an.
Dies geschieht durch überzeugende Zusammenführung verschiedener Formen des zeitgenössischen Tanzes und der Herausstellung des persönlichen Bewegungsduktus der einzelnen Tänzerinnen und Tänzer. Somit aufgebrochene Energien bündeln sich in raumfüllenden dynamischen Ensembles.
Ihre Einsamkeit können sie nicht überwinden. Sie verlieren sich in Raum und Zeit, in der Urbanität mit ihrer Weite und Unüberschaubarkeit.
Versuche des Auf- oder Ausbruchs, Aktionen einzelner Individuen bleiben bizarr und absurd wie kleine Lichtblitze die sie nicht davor bewahren können einverleibt zu werden in die Anonymität der Massen großer Städte und sicher auch nicht ganz so großer Städte, wie Chemnitz oder Dresden.
So überzeugen kraft künstlerischer Gestaltung, bei jeweils besonderer Ästhetik, beide Choreografien durch konstruktive Korrespondenzen möglicher Assoziationen auf dem Hintergrund gegenwärtiger Erfahrungen urbaner Einsamkeit.“

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