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Momo

Spiel zwischen Raum und Zeit nach dem Roman von Michael Ende

Momo lebt am Rande einer Stadt in den Ruinen eines alten Amphitheaters. Woher sie kommt, weiß niemand, aber sie hat ein besonderes Talent: Momo nimmt sich Zeit für andere und kann herrlich zuhören. Kraft ihrer Offenheit und Herzenswärme schließt sie schnell Freundschaft – mit dem Straßenkehrer Beppo, der sich des kleinen Mädchens annimmt, mit Gigi dem Fremdenführer und natürlich all den anderen Kindern, deren Eltern längst keine Zeit mehr für sie haben. Denn eine gefährliche Gesellschaft grauer Herren ist kurz davor, die Macht über die Zeit zu übernehmen. Mit üblen Tricks und wohlklingenden Versprechen bringen sie beinahe jeden dazu, Zeit einzusparen, die sie insgeheim stehlen. Immer hastiger eilen die Erwachsenen durchs Leben und verlieren nach und nach jede Lebensfreude. Schließlich greift der geheimnisvolle Meister Hora ein, um die Menschen zu retten. Aber dafür braucht er Momos Hilfe! Mit einer Blume in der Hand und der Schildkröte Kassiopeia unter dem Arm stellt sich das Mädchen den grauen Herren entgegen. Längst sind die Geschichten Michael Endes (1929-1995) aus unseren Bücherschränken nicht mehr wegzudenken. Bis heute gehören seine kleinen Helden zur fantasievollen Traumwelt junger und erwachsener Leser. Für den Märchenroman Momo oder Die seltsame Geschichte von den Zeit-Dieben und von dem Kind, das den Menschen die gestohlene Zeit zurückbrachte, der 1973 erschien und mittlerweile in über 40 Sprachen übersetzt wurde, erhielt der Autor 1974 den Deutschen Jugendliteraturpreis. Die Inszenierung von Kotti Yun bleibt eng bei der Vorlage des Romans: Nach Jahren treffen sich die drei Freunde Franco, Massimo und Maria als Erwachsene wieder. Sie sind auf dem Weg nach Hause, ihre Koffer und Taschen sind vollgepackt mit Figuren, Objekten und Materialien, mit alten und neuen Erfahrungen, und gemeinsam erinnern sie sich an ihre Freundin Momo und die Ereignisse aus längst vergangenen Zeiten, die fantastisch erscheinen, aber nicht unmöglich sind. In der Ausstattung von Marcel Teske erzählen Kotti Yun und die drei Spieler von der kostbaren Unendlichkeit, die im gemeinsamen Augenblick entsteht. Denn nichts ist wertvoller, als Zeit mit anderen zu haben, sie gemeinsam zu vertrödeln und Abenteuer zu erleben! 
Mi
24.
Mai
Figurentheater
09:30 Uhr

Chess - Das Musical

Durch Übereinkunft mit Three Knights Limited The Shubert Organisation Inc Robert Fox Limited präsentiert von den Theatern Chemnitz Benny Andersson - Tim Rice - Björn Ulvaeus Die Originalversion wurde von Trevor Nunn inszeniert Originalorchestrierung und -arrangements von Anders Eljas Deutsch von Kevin Schroeder

Die Augen der Welt richteten sich 1972 auf die unscheinbare isländische Hauptstadt Reykjavik, da dort beim Schachturnier um den Weltmeistertitel plötzlich ein Amerikaner und ein Sowjetrusse aufeinandertrafen: Vertreter zweier waffenstarrender Supermächte, die seit Jahren darum rangen, aus einem „Kalten“ keinen Weltkrieg entstehen zu lassen. Plötzlich waren Medien aus aller Herren Länder vor Ort, die Sicherheitsvorkehrungen glichen denjenigen bei politischen Gipfeltreffen, Schach wurde zum Volkssport. Tim Rice, der mit Andrew Lloyd Webber schon "Evita" und "Jesus Christ Superstar" geschrieben hatte, arbeitete lang an der Idee, aus dem Event ein Musical zu machen – und fand, da Webber mit "Cats" beschäftigt war, in den beiden Männern Benny Andersson und Björn Ulvaeus der sich 1981 gerade auflösenden schwedischen Popgruppe ABBA brillante Komponisten und Songschreiber. Aus den historischen Gegnern Boris Spassky und Bobby Fischer wurden der Sowjetrusse Anatoly Sergievsky und der exzentrische US-Superstar Frederick Trumper. Das zungenbrecherische Reykjavik mutierte zum sängerfreundlichen Meran(o), der zweite Akt wanderte ins heiße Bangkok – doch was wäre ein Musical ohne Liebe? Nach einem jahrhundertealten Bühnenrezept verknüpfte Rice das Politische untrennbar mit dem Privaten, setzte eine attraktive Frau zwischen die beiden Männer und ließ – das ist der Clou an "Chess" – die Handlung sukzessive selbst zum Schachspiel gerinnen. Benny Andersson und Björn Ulvaeus untermalten das Schachspiel mit sinfonischem Gestus und krönten ihre Partitur mit einer ganzen Reihe großartiger Songs, darunter die Hits "One Night In Bangkok" und "I Know Him So Well". Der Regisseur Thomas Winter war Sänger der Kölner Soulfunk-Band "Upstairs", bevor er von 1995 bis 1999 an der Folkwang Hochschule Essen Schauspiel, Gesang und Tanz studierte. 1999 bis 2005 war er als Schauspieler in Heilbronn und am Staatstheater Oldenburg engagiert, seitdem arbeitet er als freier Schauspieler und Regisseur u. a. am Theater Konstanz, am Volkstheater Rostock und am Theater Bielefeld, wo er seit 2011 auch die Spielstätte LOFT künstlerisch betreut. Offener Workshop zu "Chess" am 26.05.2017 Mit freundlicher Unterstützung von EINS - Energie in Sachsen 
Mi
24.
Mai
Oper
19:00 Uhr

Penthesilea

Trauerspiel von Heinrich von Kleist

Auf dem Schlachtfeld vor Troja stehen die Griechen mitten im Kampf gegen König Priamos, als plötzlich Penthesilea, Tochter des Ares und Königin der Amazonen, mit ihren Kriegerinnen über sie herfällt. Allein aus Frauen gründet sich der Staat der Amazonen: Angetrieben vom Kriegsgott Mars erwählen sie ein Volk, um es im Kampf zu erobern. Siegreich kehren sie mit den gefangenen Männern nach Hause zurück, um mit ihnen zum Rosenfest ihre Nachkommen zu zeugen, die Jungen zu töten und die Mädchen zu neuen Kämpferinnen heranzuziehen. Die Partnerwahl erfolgt jedoch nie aus Liebe, sondern entscheidet sich allein auf dem Schlachtfeld. Auf diesen heiligen Traditionen basieren Macht und Erfolg der Amazonen. Penthesilea aber trifft eine Wahl. Wieder und wieder verfolgt sie Achill, einen jungen griechischen Krieger, sucht ihn im Kampf, zieht ihm entgegen und verliebt sich in ihn. Doch als Königin muss sie die Gesetze achten. Als Mensch, der fühlt, befragt sie diese und bäumt sich zugleich gegen ihre Gefühle auf. Wie Wölfe fallen Penthesilea und Achill übereinander her und haben sich längst ineinander verbissen. Denn auch Achill liebt und hält dagegen. Zweimal unterliegt Penthesilea und Achill lässt ihr das Leben. Schließlich fordert er sie ein weiteres Mal heraus – bereit, ihr den Sieg zu schenken und sein Schicksal in ihre Hände zu geben. Doch Penthesilea fühlt sich betrogen und zieht wild und blind vor Wut mit Streitross, Elefanten und Hunden in die finale Schlacht. Heinrich von Kleist (1777-1811) nutzt für seine 1808 entstandene Tragödie die reiche Motivgeschichte der griechischen Mythologie. In Penthesilea formuliert er den inneren Kampf des Ichs zwischen Tun, Dürfen und Fühlen als radikalen Widerspruch, der im Leben keine Auflösung erfährt. Kleist, der 1811 den Freitod wählte, zielt dabei auf den Konflikt des Einzelnen gegenüber einer bestehenden gesellschaftlichen Ordnung, deren Gesetze und Regeln längst nicht mehr das eigene Handeln motivieren und begründen können. Unvereinbar lässt er mit Penthesilea und Achill zwei Welten und gleichwertige Kräfte im Krieg aufeinanderprallen – gerade dort, wo sich Liebe nicht entfalten kann und stattdessen vernichtend wirkt. Der Mensch steht dazwischen und zerbricht.
Mi
24.
Mai
Schauspiel
19:30 Uhr

Vorfreude in Grün

auf das Open-Air-Musical "My Fair Lady"

In der letzten Woche ist auf dem Rondell unterhalb der Treppe vom Theaterplatz zur Straße der Nationen plötzlich ein grüner Rasen gewachsen. Heute ist in ihm eine treffende Schrift erschienen: „Es grünt so grün …“ Passanten setzten den Text spontan fort, denn der Evergreen aus dem Musical "My Fair Lady" ist unverkennbar. Die Buchstaben wecken denn auch Vorfreude auf die kommende Open-Air-Inszenierung dieses Klassikers der heiteren Muse. Am 23. Juni hat sie auf dem Theaterplatz Premiere

Vertragsverlängerung

von Schauspieldirektor Carsten Knödler

Carsten Knödler, seit der Spielzeit 2013/2014 Schauspieldirektor der Theater Chemnitz, wird diese Position auch weiterhin bekleiden. Generalintendant Dr. Christoph Dittrich verlängert dessen Vertrag, der ursprünglich bis zum Ende der Spielzeit 2017/2018 abgeschlossen wurde, um weitere fünf Jahre bis zum Ende seiner eigenen derzeitigen Vertragslaufzeit im Sommer 2023.

Kontinuierlich hat Carsten Knödler seit Beginn seiner Schauspieldirektion ein breitgefächertes Angebot geschaffen, welches von Klassikern über musikalische Stücke und Sommertheater bis hin zu Ur- und Erstaufführungen zeitgenössischer Autoren reicht und großen Publikumszuspruch findet. Erst vor wenigen Tagen hat Knödler erfolgreich seine Inszenierung von Goethes „Faust 1“ herausgebracht und damit erneut unter Beweis gestellt, große Stoffe bühnenwirksam und menschlich bewegend umsetzen zu können.

„Ich freue mich sehr, die kommenden Spielzeiten weiter mit Carsten Knödler arbeiten und planen zu können. Er leitet das Chemnitzer Schauspiel sehr erfolgreich und prägt es mit seiner Regiehandschrift gleichermaßen wie im Ensembleaufbau. Für unser Theater ist es sehr wertvoll, dass sein Augenmerk gleichermaßen der Fortführung der großen Chemnitzer Schauspieltradition wie den neuen kreativen Entwicklungen gilt, die das Lebensgefühl unserer Stadt aufnehmen. Erfolge wie seine Inszenierung des ‚Faust‘ und die Etablierung des Sommertheaters sind Belege dafür“, begründet Dr. Christoph Dittrich seine Entscheidung.

Abschiede

von mehreren Inszenierungen und Schauspieler Stefan Migge

"Penthesilea": Stefan Migge (r.) mit Maria Schubert. Foto: Dieter Wuschanski

Von einigen unserer Inszenierungen heißt es in diesem Monat Abschied nehmen - und auch der Schauspieler Stefan Migge, 2014 für seinen Chemnitzer "Hamlet" mit dem Hauptpreis des Sächsischen Theatertreffens ausgezeichnet, verabschiedet sich von Kollegen und Publikum in dieser Stadt. 
Am Mittwoch, 24.05.2017, 19.30 Uhr ist er noch einmal in der letzten Aufführung von Kleists Trauerspiel „Penthesilea“ um Liebe und Kampf zwischen der Amazonenkönigin und dem griechischen Helden Achill zu sehen. Mit dieser dramatischen Rolle gibt Stefan Migge seine letzte Vorstellung im Chemnitzer Schauspielhaus.

Die weiteren Inszenierungen, die sich aus dem Spielplan verabschieden:
Am Montag, 22.05.2017, 09.30 Uhr zum letzten Mal im Figurentheater: „Reineke Fuchs“ um die Schandtaten und Tricksereien des tierisch gewieften Gauners.
Am Sonntag, 28.05.2017, 18.00 Uhr zum letzten Mal im Opernhaus: Franz Lehárs Operette „Der Graf von Luxemburg“. Der bankrotte Adlige will sich durch eine lukrative Scheinehe sanieren, verliebt sich aber wider Erwarten wirklich.

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